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SONNTAG 28. AUGUST

11:00 Uhr

Führung: Die Architektur der Alten Synagoge

Die Anzahl der Personen ist eingeschränkt
 

Anmeldung unter: openhouse.essen@gmail.com

Edmund-Körner-Platz 1, 45127 Essen

Alte Synagoge.png

„Mit der allgemeinen Zuwanderung nach Essen in Folge des Aufschwungs der Stahlerzeugung wuchs auch die „Synagogengemeinde Essen“ schnell und stark an. Sie umfasste 1913 3.700 Mitglieder. Der Vorstand schrieb einen 1907 einen Wettbewerb aus.

 

Edmund Körner erhielt den Auftrag, obwohl er nicht Erstplatzierter gewesen war. Am 25. September 1913 wurde der Bau feierlich und öffentlich eingeweiht und bildete damit eine der letzten bedeutenden Neubauten in Essen in der Wilhelminischen Zeit. Es war eine Herausforderung auf dem 1905 angekauften Grundstück einen großen und funktionalen repräsentativen Bau zu errichten.

 

Innen war die Synagoge reich mit Mosaiken und Buntglasfenstern geschmückt. 1500 Personen fanden Platz. Sie hatte Vorbildfunktion im Synagogenbau danach.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde der Bau durch die SA und SS angezündet. Da es direkt in Nähe Wohnbebauung gab war wurde sie nicht gesprengt und der Abbruch auf spätere Zeiten verschoben. Als Brandruine überstand sie den zweiten Weltkrieg.

 

Seit 1981 ist Alte Synagoge ein Museum. Vereinzelt wird sie heute zu Feiertagen durch die Jüdische Kultus-Gemeinde Essen genutzt.“

Dorothee Rauhut: „ … Deutschlands glänzendster Synagogenbau!“ (...), in: 📙Alte Synagoge Essen – Haus jüdischer Kultur. Die Dauerausstellung, Essen: Klartext-Verlag 2016, S. 42-79.